Eine der ersten großen Entscheidungen ist die Frage, wie ihr euch das Jawort geben wollt. Ich habe alle drei Varianten schon oft fotografiert, und jede hat ihren eigenen Zauber. Hier bekommt ihr einen ehrlichen Überblick, damit ihr herausfindet, was zu euch passt.
Die standesamtliche Trauung
In Deutschland ist nur die standesamtliche Trauung rechtlich gültig. Wer verheiratet sein will, kommt am Standesamt also nicht vorbei.
- Dauer: meist 20 bis 30 Minuten.
- Ort: Trauzimmer im Rathaus oder einer der besonderen Trauorte, die viele Städte anbieten, etwa Schlösser, Gutshäuser oder historische Säle.
- Ablauf: Rede der Standesbeamtin oder des Standesbeamten, Jawort, Unterschriften, Ringtausch.
Für die FotosTrauzimmer sind oft klein und manchmal eher dunkel. Fragt vorher, wo ich stehen darf, und plant direkt danach etwas Zeit für Glückwünsche vor der Tür ein.

Die kirchliche Trauung
Für viele Paare gehört der Segen in der Kirche einfach dazu. Voraussetzung ist in der Regel, dass mindestens einer von euch Mitglied der Kirche ist. Sprecht dafür früh mit eurer Gemeinde.
- Dauer: meist 45 bis 60 Minuten.
- Ablauf: Einzug, Lieder, Predigt, Trauversprechen, Segen.
Für die FotosKirchen sind wunderschön, aber oft dunkel, und nicht überall darf während des Gottesdienstes fotografiert werden. Klärt das vorher mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer.

Die freie Trauung
Die freie Trauung hat keine rechtliche Wirkung, dafür aber alle Freiheit. Ihr bestimmt Ort, Ablauf, Musik und Länge. Eine freie Rednerin oder ein freier Redner erzählt eure Geschichte, und genau dabei entstehen oft die emotionalsten Momente des ganzen Tages: Lachen, Tränen, verliebte Blicke.
- Dauer: meist 30 bis 45 Minuten.
- Ort: fast überall, im Garten, am See, vor einer Windmühle oder in einer Scheune.
- Wichtig: Für eine freie Trauung unter freiem Himmel braucht ihr immer einen Plan B für Regen. Hochzeit bei Regen: der Plan B
Für die FotosDraußen, mit gutem Licht und viel Platz, ist die freie Trauung für mich als Fotograf ein Traum. Achtet auf die Sonne: Steht sie euch direkt ins Gesicht, kneifen alle die Augen zu. Ein schattiger Platz oder ein Pavillon ist oft die bessere Wahl.


Beispiele: die freie Trauung von Mona & Daniel vor der Bockwindmühle Beelitz, von Kira & Steffen im Garten des Gutshofs Havelland und von Conny & Kay auf der Seeterrasse.
Eine freie Trauung im Schlosspark zeigt die Reportage von Lucienne & Sebastian in Wiesenburg.
Beides kombinieren
Viele Paare heiraten erst im kleinen Kreis standesamtlich, oft ein paar Tage oder Wochen vorher, und feiern dann mit allen eine freie Trauung. So habt ihr das Rechtliche erledigt und am großen Tag den Moment, der sich wirklich nach euch anfühlt.

Häufige Fragen
Ist eine freie Trauung rechtlich gültig?
Nein. In Deutschland macht nur die standesamtliche Trauung euch rechtlich zu Eheleuten. Die freie Trauung ist eine persönliche Zeremonie, oft die emotionalste des Tages.
Wie lange dauert eine freie Trauung?
Meist 30 bis 45 Minuten, je nach Rede, Musik und Ritualen.
Darf in der Kirche fotografiert werden?
Das entscheidet die jeweilige Gemeinde. Oft ist es erlaubt, wenn der Fotograf unauffällig und ohne Blitz arbeitet. Klärt das vorher ab.
Veröffentlicht am 25. Oktober 2026 von Dennis Kaatz, Hochzeitsfotograf aus Potsdam.







