Eine Hochzeit zu planen fühlt sich am Anfang an wie ein riesiger Berg. Die gute Nachricht: Wenn ihr ihn in kleine Etappen teilt, wird daraus ein schöner Weg, den ihr gemeinsam geht. Ich begleite seit vielen Jahren Hochzeiten und sehe immer wieder, dass die entspanntesten Paare nicht die mit dem größten Budget sind, sondern die, die früh die wichtigsten Dinge festgezurrt haben. Diese Checkliste zeigt euch, was wann dran ist.
12 bis 10 Monate vorher: die großen Entscheidungen
- Gästezahl grob festlegen. Sie bestimmt fast alles: Location, Budget, Catering.
- Budget besprechen und ehrlich aufteilen. Legt fest, was euch am wichtigsten ist.
- Wunschtermin und zwei Ausweichtermine überlegen.
- Location besichtigen und buchen. Beliebte Orte sind für Samstage in der Saison oft ein Jahr im Voraus vergeben.
- Fotograf und, wenn ihr mögt, auch gleich den Hochzeitsfilm anfragen. Beides aus einer Hand spart Absprachen. Auch hier gilt: Die schönsten Samstage sind früh weg. Was kostet ein Hochzeitsfotograf?
- Trauzeugen fragen.
9 bis 7 Monate vorher: die großen Dienstleister
- Art der Trauung festlegen: Standesamt, Kirche oder freie Trauung. Freie Trauung, Standesamt oder Kirche?
- Freie Rednerin oder Redner buchen, falls ihr frei heiratet.
- Catering, DJ oder Band buchen.
- Save the Date verschicken, besonders wenn Gäste von weiter weg anreisen.
- Engagement-Shooting planen. Ihr lernt euren Fotografen kennen und werdet entspannter vor der Kamera. Was ist ein Engagement-Shooting?


6 bis 4 Monate vorher: Formalitäten und Outfits
- Eheschließung beim Standesamt anmelden. Das geht frühestens sechs Monate vor dem Termin. Welche Unterlagen ihr braucht, sagt euch euer Standesamt. Meist sind es Ausweis, eine aktuelle beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister und je nach Wohnort eine erweiterte Meldebescheinigung.
- Brautkleid und Anzug aussuchen. Für Änderungen solltet ihr Zeit einplanen.
- Einladungen gestalten und verschicken.
- Ringe aussuchen.
- Unterkünfte für Gäste reservieren.
3 bis 2 Monate vorher: die Details
- Ablaufplan für den Tag schreiben. Der perfekte Zeitplan für eure Hochzeit
- Menü probieren, Torte bestellen.
- Blumen und Deko festlegen.
- Liste für die Gruppenfotos schreiben. Gruppenfotos ohne Stress
- Friseur und Make-up mit Probetermin buchen.
4 bis 2 Wochen vorher: alles zusammenführen
- Ablaufplan an alle Dienstleister schicken, mit Telefonnummern.
- Sitzplan erstellen.
- Plan B für schlechtes Wetter mit der Location durchsprechen. Hochzeit bei Regen: der Plan B
- Schuhe einlaufen. Klingt banal, rettet aber den Abend auf der Tanzfläche.
Die Woche davor
- Notfallkörbchen packen: Pflaster, Taschentücher, Nähzeug, Haarnadeln, Kopfschmerztabletten, Snacks.
- Ringe, Gelübde und Unterlagen an einen festen Platz legen.
- Eine Person bestimmen, die am Tag Ansprechpartner für alle Dienstleister ist. Das seid nicht ihr.
Am Hochzeitstag
Atmet durch. Was bis jetzt nicht erledigt ist, ist nicht mehr wichtig. Der Tag gehört euch.
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Häufige Fragen
Wie früh sollte man mit der Hochzeitsplanung anfangen?
Ideal sind 10 bis 12 Monate, vor allem wenn ihr an einem Samstag in der Hauptsaison heiraten wollt. Mit weniger Zeit geht es auch, ihr seid dann nur bei Location und Dienstleistern weniger flexibel.
Wann muss man die Hochzeit beim Standesamt anmelden?
Frühestens sechs Monate vor dem Termin. Viele Standesämter vergeben die Trautermine selbst aber schon früher, fragt dort am besten direkt nach.
Was gehört ins Notfallkörbchen?
Pflaster, Taschentücher, Nähzeug, Sicherheitsnadeln, Haarnadeln, Deo, Kopfschmerztabletten, Wasser und ein paar Snacks.
Veröffentlicht am 25. Oktober 2026 von Dennis Kaatz, Hochzeitsfotograf aus Potsdam.







